6 Freunde sollt Ihr sein!
Erst einmalein paar Fragen für unsere jüngeren Musikliebhaber, die
noch nicht so oft oder gar überhaupt nicht mit einer Institution
in der regionalen und überregionalen Musikszene in Berührung
gekommen sind: Die Vickys.
Ganz kurz und knapp: Seit wann gibt`s Euch denn?
Norbert Trageser antwortet wie aus der Pistole geschossen:
1963 Damals haben wir die aktuelle Hitparade gespielt...
Moment, moment. Nicht so schnell, dazu kommen wir gleich.
Ihr hattet ja jetzt etwas Pause zum Erholen und startet sicher noch mal
richtig durch - aufm Jubiläumsfest des MVA. Und damit nun jeder
dann weiß, mit wem er's zu tun hat, sagt bitte einmal zwei
Sätze über Euch.
Aber über Kreuz: Stellt Euch vor, Ihr müsstet Euch gegenseitig
für Jemanden beschreiben, der Euch und die Musik vorher noch nie
gesehen hat:
Wolfgang Meier (Trompete) über Karl Weber:
Super Bassist. Mitunter grantig bei der Musikauswahl.
Karl Weber (Bass) über Wolfgang Meier:
Der Techniker der Truppe. Bläst Trompete und Perkussion und Lärm.
(Das hab ich jetzt nicht verstanden...)
Norbert Trageser (Gitarre) über Reinhold:
Ist unser Starorganist und bekannt als schwarzer Zigeuner
Egon Trageser (Saxophon) über Burkhard Pinkert:
Versierter Schlagzeuger und bester Vertreter von Wolfgang Reißer.
(Alle anderen stimmen zu und unterstreichen, dass Wolfgang auf alle Fälle
auch zur Truppe gehört.)
Burkhard Pinkert.(Schlagzeug):
Ich kenn` die junge Leut` net.
Reinhold Trageser (Orgel) über Norbert:
Unser Ass im Gesang; führende Stimme; Grundstock der Vickys.
(Alle Anderen sagen etwas von: Seele, Herz,...)
Jetzt aber noch mal zu Burkhard: Damit das Spiel hier aufgeht, musst Du
aber noch mal was über den Saxmann Egon loswerden:
Egon ist der Bandleader und hat alles im Griff.
Na also geht doch.
Jetzt machen wir mal einen ganz wilden Zeitsprung, mal sehn, ob das klappt:
Was war der Urknall, der zündende Funke, der die legendäre
Gründung einleitete.
Und wer hat das Feuer heute zum Jubi fest wieder entfacht, oder war's gar net aus?
Die Vickys sind 1963 aus der Tanzkapelle des MVA, der sog. Viktoria
Kapelle hervorgegangen und hat die aktuellen Hits aus dieser Zeit
gespielt. Heute sind`s nun Oldies und Schlager.
Es hat außerdem immer geklimmt. War nicht aus. Wir haben
regelmäßig geprobt und uns durch nichtöffentliche
Auftritte, z.B. bei Geburtstagen fit gehalten. Darum sind 3-4 Stunden
Musik kein Problem.
Interessant auch ist der Altersunterschied der bunten Truppe. Die Altersspanne
geht von 49 Jahren bis 67 Jahren. Und seit 1963 ist bestimmt viel
passiert.
Wann habt Ihr denn Euren coolsten, besten und Erinnerungswürdigsten
Gig gespielt (mal vom kommenden 01.6.2002 abgesehen), und wann wärt
Ihr lieber im Boden versunken?
Wir haben in unserer Glanzzeit damals 1977 (letzter Gig) aufgehört...
antwortet Egon ...
und keinen Tiefpunkt gehabt.
Die anderen stimmen zu.
Höhepunkte waren die berühmten "Bunten Abende", und wir haben mit
vielen damals berühmten Musikern auf der Bühne gestanden
und gespielt: Barta Illic, Ted Herold, Margit Spornheimer, Teddy
ParkerBurkhard wirft ein: Die Touren mit den
Reisediensten waren auch immer sehr groß!
Alle Anderen stimmen wieder zu und ich kann mir diese Aktionen lebhaft
vorstellen.
Aber kommen wir langsam mal zu den richtig heißen
Anekdoten Eures wilden Musikerlebens. Die gibt`s doch sicher auch und
jetzt könnt Ihr sie jetzt und hier Euren neuen und alten Fans
mal öffentlich machen.
Lustig war`s immer antwortet Wolfgang und wenn wir hier
alles erzählen wollen, sitzen wir morgen noch hier ergänzen
die Anderen. Das glaub ich.
Wir spielen auf fast allen unseren Geburtstagen, führt Wolfgang
weiter aus. Und weil wir seit 1963 auch privat befreundet sind,
lassen wir auch keine Feiern mit Familie aus.erklärt Reinhold dazu.
Dann kann man ja, angelehnt an eine ebenfalls berühmte
Kinderbuchserie sagen: Die sechs Freunde! Ja, schreib das -
das stimmt! pflichtet mir Reinhold zu.
Dann erfahre ich, dass die Vickys sich damals `77 wegen der beruflichen
und nebenberuflichen Engagements der Musiker aus den permanenten
Auftritten zurückziehen mussten, und dann tauchen doch noch ein
paar Anekdoten auf. Mit Amerikanern, die sich durch großzügige
Bestechungsgelder Lieder wünschen konnten, über Schnitzel
mit Senf morgens um 2 Uhr....
Aber die soll ich hier ja nicht breittreten. Mach ich auch nicht, denn ich
will auf dem Fest mit den Jungs ja noch friedlich das ein oder andere
Thekengespräch führen :-)
Nun gebe ich Euch noch drei Stichwörter in die Runde und Ihr ergänzt
ganz kurz:
Faschingszeit
Musik pur (Norbert); Harte Zeiten (Egon)
Jägermeister
Unser magenfreundliches Nationalgetränk
Schubiak
Jugendzeit und ein einmaliger Auftritt an Weihnachten
So, zuguterletzt habe ich vergessen, die Gruppe auf ihre Uniformen
anzusprechen. Da hätte ich nämlich eine prima Überleitung
zu unseren neuen MVA Polo Shirts gehabt. Macht nichts, denn die sehen
dann alle auf dem Fest und jetzt kommt die letzte Frage:
Gibt es Fragen, die ihr schon immer mal in einem Interview hörn
wolltet?
Darum jetzt eure Chance dazu und beantworten könnt Ihr die Frage
natürlich auch gleich.
Norbert: Wollt Ihr weitermachen?
Und die Antwort?
Jaaaaaaaa!
Wenn das Publikum uns noch will, wirft Egon ein.
Und die Gesundheit noch mitspielt, führt Norbert die
Zukunftspläne weiter aus.
Unser Hobby soll weiterbestehen, ist sich Karl sicher.
Ja und was habt Ihr denn für eine Erwartung im Festzelt am 01.06.?
Egon: Die Älteren und Jungen wollen unsere Oldiemusik hören.
Na, da bin ich mir 100prozentig sicher und bin am überlegen, wo ich
denn noch schnell einen ordentlichen Tanzkurz herbekomme. Denn so
eine klasse Gelegenheit, mein nicht vorhandenes Tanzbein zu schwingen
kommt so schnell nicht wieder. Ich denke aber, dass es viele Leut`
geben wird, die sich das sicher nicht entgehen lassen werden.
Wir wissen nun, was uns/mich/Euch erwartet und ich danke soweit den
Vickys und die andere Hälfte des Dankes sage ich im Festzelt zu
Altenmittlau, wenn die magenfreundlichen Getränke serviert
werden!
Wir seh`n uns!
Oliver Schubert
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